Die Businesswochen – vom 16.10. bis 3.11.2017

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„Kochen ist Kunst“ – Maximilian und Franziska Kömm über ihr Feinkost-Maultaschen-Start-up

Wenn ich „Maultaschen“ höre, denke ich an gutbürgerliche Küche, die Legende von Maulbronn und Kartoffelsalat.
Als ich zum ersten Mal das Produktangebot von Maximilian und Franziska Kömm sah, musste ich meine „Maultaschen-Schublade“ im Kopf schließen und eine neue anlegen: „Rind trifft Garnele“, Siedfleisch/Meerrettich“, „Geflügel/Asia“ sind nur einige. Nicht umsonst heißt die Firma: m3 – Schwäbische Feinkost.
Andere junge Ehepaare verbringen ihre Freizeit mit Sport, Party oder gemütlichen Abenden zu Hause. Maximilian Kömm steht nach dem Arbeitstag als Koch noch weitere Stunden in der Küche und produziert kiloweise Gourmet-Maultaschen. Und wie das bei Start-ups so ist, sind die Kömms auch ihr eigenes Vertriebsteam mit Maultaschen-Partys, sie sind Buchhalter, Mediengestalter,-Putzhilfe und Lieferant.
Dabei ergänzen sich die beiden auf optimale Weise: Franziska Kömm ist Kauffrau für Versicherung und Finanzen, sie ist der bodenständige und kalkulierende Part des Unternehmens, die aber schon immer gern in der Gastronomie gekellnert hat.
Maximilian Kömm ist Koch aus Leidenschaft, wie schon sein Vater, und er wollte auch nie etwas Anderes werden. Die Idee für die ganz besonderen Maultaschen hatte er schon während seiner Ausbildung.
Mich interessiert, welche Fähigkeiten die beiden dahin gebracht haben, wo sie heute stehen:
„Leidenschaft“ sagen beide fast zeitgleich. Leidenschaft für´s Kochen, für die Lebensmittel und für guten Geschmack. Durchhaltevermögen und ihr Zusammenhalt sind für sie elementar, sie schätzen die Fähigkeiten des anderen und sehen ihre unterschiedliche Herangehensweise als Bereicherung. Dazu kommt: Kreativität in der Produktvielfalt. Auf einer Messe präsentierte der Nachbarstand Trüffelprodukte, und in Nachtarbeit entstand spontan eine neue Maultaschenkreation mit deren Trüffelpesto. Das nenne ich schnelle Ideen-Umsetzung.
Aber Kreativität sehe ich auch im ungewöhnlichen Vertriebsweg der „Maultaschen-Party“. Welche Produzenten lernen ihre Kunden in deren eigener Küche kennen und sind beim Testen der Produkte dabei? Hier gehen Marktrecherche, Kundenbefragung und Vertrieb Hand in Hand – oder besser: „Hand in den Mund“?
In fünf Jahren wollen Maximilian und Franziska Kömm hauptberuflich für ihr Unternehmen tätig sein. Ein eigener Laden ist das Ziel, Angestellte und dass sie sich „einen Namen gemacht haben“. Und wo sollen die „Feinkost-Maultaschen“ überall zu kaufen sein? In Süddeutschland, wo man Maultaschen kennt und die Feinkost-Maultasche als außergewöhnliche Variante schätzt.
Ich bin gespannt, wann ich in der Stuttgarter Markthalle „Schwäbische Feinkost-Maultaschen“ kaufen kann. Ein schöner Titel für meine neue Denk-Schublade.

m3 – Schwäbische Feinkost sind Award-Bewerber bei den Böblinger Businesswochen 2016.

http://schwaebische-feinkost.de

8.8.2016 Daniela Kaiser

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